Eine BDSM-Session im Domina-Studio dauert zwischen 30 Minuten und 5 Stunden und ist ein Fest für die Sinne.
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Das passiert im Domina-Studio: Der Ablauf einer BDSM-Session

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Soll ich Dir ein Geheimnis verraten? Vor meiner allerersten Begegnung mit einer Domina hatte ich echt ein bisschen Schiss. Man(n) weiß einfach nicht, was einen in der düsteren Welt von BDSM erwartet. Wie läuft so eine BDSM-Session im Domina-Studio ab? Komme ich zur Tür rein und werde direkt verhauen? Natürlich nicht – der Tanz von Dominanz und Unterwerfung spielt sich nicht nur auf der physischen Ebene ab. Es geht auch darum, Deine bizarren Fantasien in die Realität zu übertragen.

In meinem Sex-Blog erfährst Du, wie der Ablauf einer BDSM-Session aussieht und was Du als Anfänger in einem SM-Studio erwarten kannst. Geht es direkt los oder hast Du die Möglichkeit, Deine Fragen anzusprechen? Wie wird sich die Domina Dir gegenüber verhalten? Und wann wird eigentlich das Honorar übergeben? Ich verrate es Dir! 

Das Vorgespräch: Der Schlüssel zu einer erfüllten BDSM-Session

BDSM ist ein sehr weites Feld mit zahlreichen Facetten. Deine Domina möchte natürlich wissen, welche Fantasien Dich anregen, ob Du devot oder dominant bist und wie sie die BDSM-Session so gestalten kann, dass Du die größtmögliche Befriedigung daraus ziehst. Deswegen gehört ein Vorgespräch unbedingt zu einer gelungenen Buchung. Bei diesem Gespräch wird die Lady Dich fragen, in welcher Richtung Deine Fantasien liegen und ob es konkrete Schlüsselmomente gibt, die Du erleben möchtest. Ihr solltet außerdem gemeinsam medizinische Einschränkungen und Vorerkrankungen abklären.

Grundsätzlich gibt es zwei denkbare Szenarien, wenn Du zu einer Domina gehst:

  • Du hast ganz genaue Vorstellungen, welche Fetische Dich anmachen und was Du erleben willst.
  • Du hast das grobe Gefühl, dass Dominanz und Unterwerfung etwas für Dich sein könnte, aber noch keine konkreten Fantasien.

Je nachdem, wie viel Vorwissen Du mitbringst, läuft das Vorgespräch anders ab. Es kann auch sein, dass die strenge Dame einige Deiner Wünsche nicht umsetzen möchte. Das betrifft vor allem komplexe Fetische, die in den falschen Händen unschön ausgehen können (Atemkontrolle, Elektrostimulation, körperliche Strafen). In diesem Fall wird sie Dich wahrscheinlich an eine Kollegin weiterleiten, die in diesem Bereich mehr Erfahrung hat. Auch den Wunsch nach Sex wird sie Dir verweigern. Der ist nämlich nur im Bordell erlaubt

Wie werden Anfänger im SM-Studio behandelt?

Dein Herz klopft Dir bis zum Halse und Du bist schrecklich aufgeregt – Dein erster Besuch in einem SM-Studio steht vor der Tür! Keine Sorge, die Ladys sind professionelle Dienstleisterinnen und Du bist sicherlich nicht der erste Newcomer, der in ihre heiligen Hallen eintritt.

Als Erstbesucher schwirren Dir sicher viele Fragen im Kopf herum. Ich rate Dir deswegen dazu, den ersten Termin für das Vorgespräch nicht für denselben Tag wie Deine erste Session einzuplanen. So kannst Du nach dem Gespräch noch einmal durchatmen und überlegen, ob Du wirklich alle wichtigen Punkte angesprochen hast.

Der persönliche Kontakt ist Dir für den Anfang zu viel? Viele Studios beraten Dich auch am Telefon oder schriftlich per Mail. Gerade der E-Mail-Austausch mit einer erfahrenen Domina ist der beste Weg, um die anfängliche Schüchternheit zu bekämpfen.

Spielregeln im Domina-Studio: Die 10 Gebote für neue Gäste

  1. Du sollst den Regeln von BDSM folgen! Safe, sane, consensual: Die drei großen Grundregeln sagen aus, dass alle sexuellen Handlungen sicherheitsbewusst, mit gesundem Menschenverstand und einvernehmlich geschehen.
  2. Du sollst nichts ohne Absprache tun! Du solltest nicht einfach vom Plan abweichen – vor allem dann nicht, wenn Du die aktive Rolle innehast. Bringe außerdem nicht einfach große Toys oder Spielzeuge mit zur Session! Du weißt nie, ob Deine Partnerin Lust darauf hat.
  3. Du sollst ein Safeword vereinbaren! Solltest Du durch einen Knebel nicht sprechen können, vereinbart ihr ein anderes Signal, wie Klopfen oder das Fallenlassen von kleinen Gegenständen, die Du vorher in die Hand gedrückt bekommst.
  4. Du sollst Deine Hände bei Dir behalten! Wie bei der erotischen Massage ist Anfassen nicht erlaubt. Selbst, wenn Du nicht gefesselt bist, solltest Du die Domina nicht berühren – oder Du musst mit der Strafe leben...
  5. Du sollst über Deine Fantasien sprechen! Die Domina entscheidet zwar allmächtig über Deine Lust, allerdings kann sie keine Gedanken lesen. Sie kann nur umsetzen, was Du ihr mitteilst.
  6. Du sollst keinen Sex erwarten! (Penetrativer) Sex mit der Domina wird nicht stattfinden. Sie wird Dich mit ihrer Nacktheit reizen, Dich bis kurz vor den Höhepunkt provozieren und schließlich vielleicht sogar erlösen. Wenn Du Sex willst, bist Du bei einer dominanten Lady im Bordell besser aufgehoben.
  7. Du sollst Deine Tabus definieren! Du willst, dass die Lady bei Dir Facesitting betreibt, aber direktes Lecken ist Dein Tabu? Dann sprich solche Vorbehalte vorher an, damit es keine Missverständnisse gibt.
  8. Du sollst Deine Grenzen kennen und respektieren! Natürlich hat die Domina die Kontrolle über die Szene und kann einschätzen, welche Praktiken zu weit gehen. Scheue bitte nicht davor zurück, Dein Safeword einzusetzen, wenn es Dir zu viel wird!
  9. Du sollst Platz für die Fantasie lassen! Du hast eine ganz bestimmte Szene im Kopf, die Du umsetzen willst? Super! Aber lasse der Domina bei der Vorbereitung und Durchführung ein bisschen kreative Freiheit und lege Dich nicht allzu sehr auf ein Programm fest!
  10. Du sollst Dich fallenlassen und genießen! Die wichtigste Regel: Es geht um Deinen Genuss! Gut, das fällt vielleicht schwer zu glauben, wenn Du die ganzen Folterwerkzeuge siehst. Ein paar Stunden in der passiven Rolle können aber dabei helfen, sich tief zu entspannen. Probiere es aus!

Die BDSM-Session: So individuell wie Deine Fantasien!

Es gibt viele Arten von dominanten Ladys. Manche haben den klassischen Stil einer adeligen Lady (und wollen entsprechend angesprochen werden). Andere Dominas fühlen sich zu bizarren Fantasien hingezogen und kleiden sich in glänzendes Latex. Sie alle haben eine dominante Ausstrahlung und einen unwiderstehlichen Charme. © sakkmesterke – istockphoto.com

Was passiert, wenn sich die Türen des Spielzimmers schließen, liegt ganz in den Händen Deiner Herrin. Die meisten SM-Studios haben unterschiedlich eingerichtete Themenzimmer – abhängig davon, ob Dich die „weiße“ Klinikerotik oder die „schwarze“ Gothic-BDSM-Kultur anspricht. Vor Deinem Termin hast Du meist die Gelegenheit, im Domina-Studio zu duschen und Dich umzuziehen. Fetischkleidung in Deiner Größe liegt meist für Dich bereit.

Bezahlt wird eine BDSM-Session immer im Voraus, idealerweise halbwegs passend in bar. Größere Studios bieten oft die Möglichkeit der Kartenzahlung.

Solltest Du Dich für den klassischen Ablauf entscheiden, wirst Du wahrscheinlich in einen Raum mit allerhand Spielzeugen und Sexmöbel geführt. Andreaskreuz, Pranger, verschiedene Peitschen und Reitgerten – die Ausstattung hängt mit dem Niveau des Etablissements zusammen, für das Du Dich entscheidest. Größere Studios haben natürlich ein größeres Budget als einzelne Dominas. Leise Musik spielt, einige Kerzen brennen bereits und in manchen Fällen unterstützt ein besonderer Duft den Eindruck der Szene.

Sobald Du den Raum betrittst, beginnt die abgesprochene Szene. Ihr spielt Eure jeweiligen Rollen als aktiver und passiver Part. BDSM ist in gewisser Weise ein erotisches Rollenspiel. Du wirst sehr schnell spüren, wie sich die Atmosphäre ändert und Euer Spiel beginnt.

Die Session selbst: Das kannst Du erwarten

Es gibt viele denkbare Szenarien, die sich für einen Anfänger im BDSM-Studio eignen. Wenn Du keine eigenen Fantasien mitbringst, wird die Domina wahrscheinlich die üblichsten Bestrafungsmethoden ausprobieren. So lernt Ihr beide, was bei Dir funktioniert. Folgende Praktiken kannst Du bei einer Anfänger-Session erwarten:

  • leichte Bondage-Fesselung und Fixierungen am Bett
  • Abbinden von Hoden und Penis
  • Spanking mit der Hand auf den Po oder andere Körperstellen
  • Erniedrigung mit demütigenden Aufgaben wie Stiefel lecken
  • intensive Stimulation an den Brustwarzen
  • Spiel mit Hitze und Kälte
  • Einsatz von Sextoys wie Analplugs oder -dildos
  • Orgasmusverweigerung

Nachdem die Szene vorbei ist (was je nach Buchungsdauer und Intensität zwischen 30 Minuten und vier Stunden dauern kann), darfst Du Dich noch etwas ausruhen und entspannen. Viele Dominas bieten Dir die Möglichkeit zu einem Feedback-Gespräch. Dann ziehst Du Dich wieder um, springst noch einmal unter die Dusche und verlässt das Studio leichter und (hoffentlich) entspannt.

Fazit: Der Ablauf einer BDSM-Session hängt von Dir ab!

Wie Du siehst, ist der Ablauf einer BDSM-Session sehr individuell. Keine zwei Termine verlaufen gleich. Was in jedem Fall zutrifft: Deine Grenzen werden maximal ausgereizt, aber nie übertreten. Eine erfahrene Domina kann gut einschätzen, ab wann Vergnügen in Schmerz umschlägt. Zusätzlich dazu solltest Du immer Dein Safeword im Kopf haben.

Mein Tipp

Es ist völlig natürlich, dass Du vor dem Termin bei der Domina Muffensausen bekommst. Schließlich begibst Du dich wehrlos in die Hände einer Frau, die Du gar nicht kennst. Genau das macht den Reiz an BDSM aus: Du gibst Deine Macht (und Deinen Stress, und Deine Verantwortung, …) ab und lässt Dich einfach fallen. Und genau das sorgt für die Entspannung, wenn Du schließlich seelig das Studio verlässt.

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Über den Autor

Redlight Guide

Ich bin Moritz, Dein Redlight Guide und Experte für Liebe, Lust und Zärtlichkeit gegen Geld. Ich bin seit einigen Jahren aktiv als Freier unterwegs und habe schon viele Erfahrungen machen dürfen. Im Sex-Blog teile ich mein Wissen und meine Erlebnisse mit Dir – ehrlich, tabulos und informativ.

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