Flatrate-Sex in Bordellen - gibt es das und ist das eigentlich erlaubt?
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Flatrate-Sex: Was ist dran am Mythos Flatrate-Bordell?

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Flatrate-Bordelle versprechen billigen Sex und hemmungslose Lust. Du zahlst einmal Eintritt und darfst dann mit so vielen Frauen schlafen, wie Du willst. Was ist dran am sexy Mythos? Wo gibt es noch echten Flatrate-Sex und lohnt sich das für uns Männer eigentlich? In meinem Sex-Blog erfährst Du, welche Bordellarten besonders günstig für Dich sind und warum es sich oft lohnt, etwas mehr Geld für Sex in die Hand zu nehmen.

Gibt es Flatrate-Bordelle und wenn ja, wie funktionieren sie?

Flatrate-Bordelle waren vor einigen Jahren der ganz große Trend in der Rotlichtszene. Du zahlst als Gast einmal Eintritt (meist zwischen 99 und 400 Euro) und kannst dann für eine gewisse Zeit so viel Sex haben, wie Du willst. Du hast freie Auswahl – ganz ohne Zusatzkosten oder Preisverhandlungen mit den Girls.

Flatrate-Sex ist in Deutschland seit 2017 verboten, ebenso wie Sex, der sich der Kondompflicht entzieht.. Bordelle dürfen nicht mehr damit werben. Dasselbe gilt für sogenannte Gangbang-Partys, bei denen eine Frau eine unbegrenzte Anzahl an Männern gleichzeitig befriedigt.  © AarStudio– istockphoto.com

Nach dem neuen Prostitutionsschutzgesetz von 2017 ist Flatrate-Sex verboten. Kein Bordell und kein Saunaclub darf mit Modellen werben, bei denen Du einmal bezahlst und dann so viel Sex haben darfst, wie Du willst.

In der Praxis würde das auch gar nicht funktionieren. Wie Du sicher weißt, sind die meisten Girls in einem Puff oder einem FKK-Club keine Angestellten. Sie arbeiten selbstständig und zahlen einen Eintrittspreis, um im Bordell ihrer Arbeit nachzugehen. Es wäre also schwierig, jeder Dame ihren angemessenen Lohn für den Flatrate-Sex auszuzahlen. Dazu kommt, dass wir Männer dazu neigen, so viel Sex wie möglich in die kurze Zeit der Flatrate zu packen. Anstrengend für die Damen und wenig befriedigend für die Herren!

Und es gibt noch einen weiteren Grund, der gegen das Modell spricht: Wir Männer können nicht auf Kommando kommen – vor allem nicht unter Zeitdruck und mehrfach hintereinander. Erfahrungsgemäß bleibt es bei maximal zwei oder drei Schäferstündchen mit unterschiedlichen Frauen. Du kennst es sicher selber: Danach geht es einfach nicht mehr. Wenn wir von einem Preis von 300 Euro für zwei Stunden Flatrate-Sex ausgehen (was früher durchaus üblich war), wären das 100 bis 150 Euro pro Sex: Viel teurer als die üblichen Preise!

Was sind die Alternativen zum Flatrate-Sex?

Die ehemaligen Flatrate-Bordelle sind zu einem anderen Modell übergegangen: Mit sogenannten Tagestickets bekommst Du Zugang zu den heiligen Hallen und darfst je nach Angebot zwei, drei oder viermal Sex mit den anwesenden Frauen haben. Das umgeht Probleme mit dem ProstSchuG, denn Du bist klar auf eine gewisse Anzahl an Schäferstündchen festgelegt. Du kannst Dir aus den Girls im Club Deine Traumfrauen aussuchen – so lange Du Dich an das hältst, was im Bordell erlaubt ist. Wenn Du Sonderwünsche (Analsex, Fetische oder längere Dauer) hast, musst Du eventuell mit den Frauen nachverhandeln und einen kleinen Bonus zahlen. 

Es gibt heute noch Flatrate-Clubs, bei denen Du einen Eintrittspreis zahlst. Allerdings ist der Sex dabei häufig nicht mehr inklusive. Die Flatrate bezieht sich auf die Getränke an der Bar und die Showacts wie Tabledance oder Sexshows auf der Bühne. Wenn Du Dich mit einer Lady in die Privatzimmer zurückziehst, musst Du zusätzlich den entsprechenden Stundenpreis bezahlen. Da unterscheidet sich der Ablauf im Bordell nicht großartig vom klassischen Saunaclub.

Am ehesten findest Du das ehemalige Flatrate-Modell in einem Swingerclub. Du zahlst einmal Eintritt und kannst so viel Sex haben, wie Du willst. Die Frauen dort sind allerdings keine professionellen Dienstleisterinnen, sondern privat und persönlich unterwegs. Und zwar nicht alleine, sondern fast immer in Begleitung ihres ebenso abenteuerlustigen Partners. Singlefrauen im Swingerclub sind sehr selten und nicht immer auf Sex aus. Sie können sich ihre Partner dafür aussuchen. Es besteht für Dich als Singlemann keine Garantie auf Geschlechtsverkehr. Ein erotisches Erlebnis ist die Sexparty aber allemal – und im Fall der Fälle gibt es immer noch die Möglichkeit, dem bunten Treiben auf den Spielwiesen einfach zuzuschauen.

Die 5 besten Bordellarten, wenn Du günstig Sex haben willst

Wie sieht es eigentlich mit dem Straßenstrich als Alternative zum Bordell aus? Ich persönlich rate Dir von solchen Angeboten ab. Mit Deinem Geld solltest Du lieber legale Etablissements unterstützen, in denen die Frauen gut behandelt werden und ihren Job gern machen. Viele Straßenstriche arbeiten sehr intransparent und unsicher für alle Beteiligten. (Bildnachweis: © piranka – istockphoto.com)

  1. All-Inclusive-Clubs: Viele ehemalige Gangbang-Bordelle sind heute noch aktiv in der Rotlichtszene. Als All-Inclusive-Clubs bieten sie eine Kombination aus niedrigen Eintrittspreisen mit Getränke-Flatrate und vergleichsweise günstigen Stundenpreisen für die Prostituierten. Das liegt daran, dass die Damen (oft) einen Teil des Eintritts als Provision bekommen.
  2. Laufhaus: Sex ohne Schnörkel und Zusatzkosten: Im Laufhaus suchst Du Dir einfach eine der freien Frauen aus und gehst mit ihr aufs Zimmer. Keine Getränkepreise, keine versteckten Extras. Und zudem sind hier die Preise für Oralsex oder Geschlechtsverkehr relativ niedrig – dafür mangelt es aber bei der Ausstattung und den erotischen Angeboten.
  3. Kleine Bordelle am Stadtrand: Im Gegensatz zu größeren Etablissements mit zusätzlichen Annehmlichkeiten sind die kleinen, familiären Bordelle am Stadtrand häufig recht günstig. Außerdem kannst Du Dir hier sicher sein, dass ein Großteil des Geldes bei den Damen ankommt.
  4. Selbstständige Prostituierte in Wohnungsbordellen: Selbstständige Ladies sind völlig frei bei der Preisgestaltung. Da sie nicht viel Geld für die Zimmermiete aufwenden müssen und den sexy Nebenjob oft als Hobby ausüben, können sie ihre Preise etwas niedriger ansetzen.
  5. Kontaktbars: Kontaktbars befinden sich meist in der Nähe von Stundenhotels. Sie dienen der unkomplizierten Kontaktaufnahme zwischen günstigen, selbstständigen Girls und willigen Freiern. Du bist angehalten, etwas zu trinken zu bestellen (die Damen bekommen meist eine Provision) und danach ein Stundenhotelzimmer zu buchen.

Lohnen sich All-Inklusive-Angebote oder Sex im Saunaclub wirklich?

Klassischen Flatrate-Sex oder Gangbang-Parties gibt es nicht mehr. Und das ist gut so: Zum einen waren diese Modelle sehr unfair zu den Frauen, zum anderen haben sie sich für die Freier einfach nicht gelohnt. Den Gewinn haben am Ende die Bordellbetreiber bekommen, die das Flatrate-Modell als clevere Werbestrategie genutzt haben. Aber wie sieht es mit anderen Bordellen mit Eintritt aus – lohnt sich das für uns Männer?

Leider machen viele Männer im Bordell den Fehler, so schnell wie möglich ihr Geld wieder reinholen zu wollen – indem sie jede Menge Sex in kürzester Zeit haben. Dabei bleibt das körperliche Vergnügen leider auf der Strecke (und manchmal kommt es sogar zu Erektionsproblemen durch den ganzen Stress).

Deswegen hast Du in den meisten FKK-Clubs keine zeitliche Beschränkung für Deinen Besuch. Der Eintrittspreis im Saunaclub gilt so lange, wie Du Dich im Gebäude aufhältst. Du könntest also theoretisch 12 Stunden lang dableiben, die Whirlpools und das reichhaltige Buffet genießen und Dir alle paar Stunden eine schöne Gespielin nehmen – wenn Du es Dir leisten kannst. Es gibt gute Gründe, warum hochpreisige Saunaclubs immer einen Geldautomaten im Foyer haben.

Wie Du noch mehr Spaß mit Paid-Sex haben kannst, erfährst Du in meinem Bordell-FAQ.

Clubs in Deiner Nähe

Mein Fazit: Flatrate-Sex – Billiger Sex oder Preise wie im Himmel?

Flatrate-Bordelle hatten eine klare Zielgruppe: Hier sollte es nicht um sinnliche Leidenschaft und hemmungslose Zärtlichkeiten mit Sexgöttinnen gehen. Billig und willig – das war häufig das Motto. Es ist gut, dass der Gesetzgeber hier klare Spielregeln geschaffen hat. Denn Flatrate-Sex war für niemanden attraktiv – auch wenn es in der Theorie wie ein wahr gewordener Männertraum klingt. Tatsächlich war es stressig für die Frauen und wir Freier haben uns unnötig unter Druck gesetzt.

 

Meine Meinung:

Klar ist: Billig-Bordelle erreichen nicht denselben Standard wie etwas teurere Clubs. Das gilt für die Ausstattung, aber vor allem für den Komfort der Frauen. Wir als Freier haben eine große Verantwortung und sollten uns überlegen, welche Modelle wir mit unserem Geld unterstützen. Ich kann aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass die Preise im Saunaclub zwar höher liegen, Du aber dafür ein erheblich besseres Erlebnis bekommst. Denn hier triffst Du Girls, die gut verdienen und Spaß an ihrem Job haben – und davon profitieren am Ende alle!

 

Heute hast Du grundsätzlich zwei Möglichkeiten, um das Erlebnis im Flatrate-Puff nachzustellen:

  • Du gehst in einen Club mit sehr niedrigen Preisen und freust Dich über einen preiswerten Abend in netter Gesellschaft.
  • Du genießt den Service im Saunaclub für einen festen Eintrittspreis und zusätzliche Kosten für jeden einzelnen Sex.

Wo sind die besten Bordelle in Deiner Nähe? Meine Suche verrät es Dir! Du musst nur Deinen Standort eingeben und findest mit dem Redlight Guide automatisch Bordelle und andere Nachtclubs in Deiner Umgebung. Viel Spaß beim nächsten Abenteuer!


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Über den Autor

Redlight Guide

Ich bin Moritz, Dein Redlight Guide und Experte für Liebe, Lust und Zärtlichkeit gegen Geld. Ich bin seit einigen Jahren aktiv als Freier unterwegs und habe schon viele Erfahrungen machen dürfen. Im Sex-Blog teile ich mein Wissen und meine Erlebnisse mit Dir – ehrlich, tabulos und informativ.

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