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Conny Dachs: Vom blutigen Anfänger zum Porno-Star

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Ich habe mittlerweile fast 30 Jahre in der Pornobranche auf dem Buckel. Aber auch ich habe mal ganz klein begonnen: Als nervöser, junger Anfänger, dem die Knie bei seinem ersten Dreh schlotterten. Ich nehme dich mit auf eine Zeitreise in die wilden 90er, zu meinem allerersten Pornodreh. Außerdem zeige ich dir ein paar Vintage-Pornos und verrate dir meine besten Tipps gegen die Nervosität beim Sex mit fremden Leuten.

Das Frivole Gasthaus: Kaffee, Kuchen und das quälende Warten

Meine Geschichte beginnt im Mai 1995 im Neandertal. Inmitten der idyllischen Berglandschaft befand sich damals „Die Eule“ – ein geschichtsträchtiges Ausflugshotel, das zum Swingerclub umgebaut wurde. Die Anwohner sind gegen den Club Sturm gelaufen, aber konnten die sexuelle Revolution am Ende doch nicht aufhalten. (Inzwischen hat ein Investor den ehemaligen Club zu Luxuswohnungen umgebaut.)

Titel des Streifens: „Das frivole Gasthaus“. Ja, das klingt wie ein Vintage-Softcore-Porno aus den 70ern, aber für mich war das der ideale Einstieg in die Porno-Branche. Ich war ausschließlich für die Sexszenen gebucht, weil ich noch keine Schauspielerfahrung vor der Kamera hatte.

Bei meiner Ankunft saßen einige meiner neuen Kollegen und Kolleginnen gemütlich bei Kaffee und Kuchen auf der Terrasse. Die Laune war so blendend wie die Sonne. Ich versuchte, beim üblichen Begrüßungsritual (Küsschen links, Küsschen rechts) ruhig und locker rüberzukommen, aber die Profis haben mir meine Nervosität sicher angemerkt. Das war lange, bevor ich der Ruhepol am Set war! 

 

Die meisten Vintage-Pornos-Cover sind viel zu explizit, um sie offen und unzensiert zu zeigen. (Bild: Videorama)

Nachdem die Formalitäten erledigt waren, wurde mir gesagt, ich solle mit den anderen draußen noch ein Minütchen warten, bis ich aufgerufen werde. Aus dem Minütchen wurden zwei quälende Stunden, die sich locker nach dem Doppelten angefühlt haben. Ein skurriler Gedanke, dass es drinnen ordentlich zur Sache ging, während wir draußen Bienenstich futterten!

Die Warterei war kaum noch auszuhalten. Die Mischung aus Lampenfieber, Magendruck und Neugier hat mich schließlich dazu gebracht, das Kaffeekränzchen zu verlassen. Meine Schritte führten mich in die heiligen Hallen des Swingerclubs.

Selbst im Gewusel aus Tontechnikern, Kameraleuten, Produktionsassistenz und anderen Zuschauern konnte ich mich an den eindeutigen Geräuschen orientieren. Immer wenn mir jemand vom Team entgegenkam, hielt ich inne und lehnte mich an eine Wand, um die bezaubernden Holzbalken anzustarren. Handys waren 1995 noch nicht verbreitet, sonst hätte ich alibimäßig darauf starren können.

Der erste Sex vor der Kamera: Und Action!

Irgendwann hatte ich endlich einen guten Aussichtspunkt in einer dunklen Ecke ergattert. Ich musste nur einen Vorhang zur Seite schieben und hatte freie Sicht auf die Erotikszene. Ich war beeindruckt, wie professionell und entspannt die Profis ihre Arbeit verrichteten – und genau das hat mir komischerweise den Druck genommen. Mein Kopfkino war viel heftiger und derber als die Realität. Ich hatte mir schon die schlimmsten Szenarien ausgedacht, was mich wohl erwarten würde. Aber in der Praxis ist ein Pornodreh kein wilder, hemmungsloser Sex mit Publikum, sondern eine gut eingespielte Performance. Man macht seinen Job und arbeitet Hand in Hand mit Licht, Kamera und Ton, damit am Ende ein guter Film herauskommt.

Zudem bin ich für mein erstes Mal an eine Produktion geraten, wo man als Darsteller recht viele Freiheiten hatte. Wir konnten im ersten Durchlauf einfachen „machen“, ohne Unterbrechungen durch Regieanweisungen. Alles sollte sehr authentisch rüberkommen, als würde man gerade in einem durchschnittlichen deutschen Swingerclub Mäuschen spielen.

Als ich dann endlich an der Reihe war, verging die Zeit auf der Matratze wie im Flug. Es hat gar nicht lange gedauert, bis wir alle Szenen im Kasten hatten. Die Chemie zwischen meiner Drehpartnerin und mir passte auch und ich glaube, dass da am Ende ein ganz nettes Ding herausgekommen ist. (Wie ich den Sex vor der Kamera meistere, erfährst du hier!)

 

Auf dem Cover war ich noch richtig jung! Die meisten VHS und DVDs vor der Jahrtausendwende findet man nicht einmal mehr im Internet-Archiv. (Bild: Goldlight Filmproduktion, 2004)

Leider ist „Das frivole Gasthaus“ dem nagenden Zahn der Zeit zum Opfer gefallen. Der Film kam 1995 auf Videokassette heraus und war ein kleiner Geheimtipp in der Videothek. Heute ist nicht einmal mehr das Cover auffindbar.

Ich habe dann relativ schnell Engagements bei anderen Produktionen bekommen und konnte da weitere Erfahrungen sammeln. Aber das erste Mal vergisst man bekanntlich nie! Und so hat der kleine Porno über ein frivoles Gasthaus einen besonderen Platz in meinem Herzen – bis heute.

Vom aufgeregten Neuling zum Porno-Profi: Meine besten Tipps!

Sex kann aufregend sein! Vielleicht kennst du diese Nervosität vom ersten Sex mit fremden Personen. Ich kann mir vorstellen, dass der Gedanke an deinen ersten Bordellbesuch Angstschweiß auslöst. Oder möchtest du selbst Pornodarsteller werden und bist auf der Suche nach Tipps und Tricks? Deswegen habe ich hier meine besten Profi-Sextipps gegen die Aufregung für dich!

  1. Es gibt den uralten Tipp, sich sein Gegenüber einfach nackt vorzustellen. Gut, funktioniert beim Sex nicht so gut. Was aber hilft, ist folgender Gedanke: Beim Sex im Bordell oder im Swingerclub hast du es mit einer ganz normalen Person zu tun, einem anderen Menschen. Dein Gegenüber ist wahrscheinlich genauso aufgeregt wie du. Es gibt nichts zu befürchten.
  2. Mir hat es bei meinem ersten Pornodreh geholfen, andere Darsteller in Action zu sehen. Denn: Wissen ist Macht! Wenn du weißt, wie die Abläufe im Bordell funktionieren oder was eine Escortlady von dir erwartet, kannst du dich entsprechend vorbereiten. Dein Kopfkino ist viel dramatischer als die Realität, versprochen! Informiere dich vorher, was dich erwartet und alles sieht nur noch halb so schlimm aus.
  3. Du hast Sorge, dass dein Körper nicht kooperiert? Wenn du Probleme mit einer erektilen Dysfunktion hast oder die Aufregung dafür sorgt, dass nichts geht, kannst du in dem Moment nichts dran ändern. Was aber hilft, ist eine klare Kommunikation. Gerade Sexarbeiterinnen sind Profis im Umgang mit Körpern und ihren kleinen Problemchen. Die Profis kennen sicher einen Trick, um dir zu helfen.

Connys Geschichtsstunde: Eine sexy Reise in die Vergangenheit

Die Porno-Szene der 90er war wirklich etwas Besonderes. Allein für die – teils denkwürdigen – Storylines lohnt sich ein Blick ins Porno-Archiv. Damals wurden viele neue Ideen ausprobiert, von Porno-Parodien über Softcore-Spielfilme bis hin zu reinen Fetisch-Produktionen. Und klar, das hat nicht immer perfekt funktioniert. Das war die Ära, die uns Perlen wie „Warum liegt hier eigentlich Stroh?“ gebracht hat (wobei dieses Stück Pornogeschichte aus dem Film Achtzehneinhalb 18 von 2002 stammt). Aber dafür waren die Pornos kreativ und es hat richtig Spaß gemacht, an den Filmen mitzuwirken. Mit meinen fantastischen Co-Stars haben selbst abstruse Storys Spaß gemacht, 

Heute sind es vor allem Indie- und Amateurpornos, in denen verrückte Ideen ihren Platz finden. Eine spannende Entwicklung, wenn du mich fragst. Als alter Hase im Pornogeschäft liebe ich die Evolution der Pornobranche – auch wenn ich die verrückten Vintage-Pornos etwas vermisse.

Porno-Parodien und Filme mit witzigen Szenen waren damals voll im Trend. Das hier war eine Mischung aus Dämonen-Horrorfilm und Porno. Und ja: Viele Leute schauen die Pornos für die Story! (Bild: MMV)

Möchtest du mehr Geschichten aus meinem bewegten Leben lesen? In meinem Dachs-O-Meter findest du die Highlights aus meiner Karriere als Pornostar!

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Über den Autor

Conny Dachs

Moin, ich bin Conny! Wahrscheinlich hast Du schon einige Pornos mit mir geschaut. Also, vermutlich nicht wegen mir, aber das ist ja egal! Aber auch abseits vom Filmset ist Sex meine große Leidenschaft. Als Redlight Guide versorge ich Dich mit allen Informationen und News aus der Rotlichtszene. Tiefe Ausschnitte, sexy Einblicke: Tabus gibt es bei mir keine!