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Stealthing: Kondom abziehen beim Sex ist eine Straftat

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Beim Sex im Bordell muss jeder Freier ein Kondom tragen. So will es das Gesetz. Gemäß Prostituiertenschutzgesetz gilt in Deutschland die Kondompflicht beim Paysex. Kunden von Sexarbeiterinnen müssen bis zu 50.000 Euro Strafe zahlen, wenn sie Geschlechtsverkehr ohne Kondom mit einer Prostituierten haben. Das gilt übrigens auch dann, wenn es sich um eine weibliche Kundin handelt oder die Rollen vertauscht sind.  

Abseits davon ist der Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten ein wichtiges Anliegen, das wir Freier allein schon aus Eigeninteresse verfolgen sollten. Aber es gibt immer wieder Situationen, in denen Freier aufs Kondom verzichten wollen. Allein schon aus rechtlichen Gründen würde da keine Prostituierte zustimmen. Deswegen greifen manche Männer zu einer heimlichen Taktik und ziehen das Kondom beim Sex ab.  Dieser Handgriff ist aber ganz und gar nicht harmlos. Im Gegenteil: Das sogenannte Stealthing ist sogar strafbar. 

Kondom abziehen beim Sex ist kein Kavaliersdelikt

Stealthing stammt vom englischen Begriff „stealth“ (List, Verstohlenheit, Heimlichtuerei). Es ist eine Form des sexuellen Missbrauchs, bei dem das Kondom heimlich und ohne Einwilligung des Sexualpartners entfernt wird. 

Nehmen wir einmal an, ein Kunde im Bordell hat keine Lust auf geschützten Sex. Er möchte das Kondom abziehen, das ihm die Dame in die Hand gedrückt hat. Dafür gibt es einige Ausreden, aber keine davon ist gut. Selbst, wenn wir die sexuelle Gesundheit und den Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten außen vor lassen, kann die Handlung schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. 

Jede Frau merkt, wenn jemand ohne Kondom in sie eindringt. Ein „Kontrollgriff“ beim Eindringen ist in der Branche sowieso üblich. Aber auch während des Akts fällt Stealthing sofort auf. Und da die meisten Zimmer im Puff oder im Saunaclub eine Notklingel haben, steht der Sicherheitsdienst sehr schnell vor der Tür. Der Täter fliegt sofort aus dem Laden und bekommt Hausverbot. Zudem wird ihn die Dame mit hoher Wahrscheinlichkeit anzeigen. 

Um gleich mal mit einem Vorurteil aufzuräumen: Vor Gericht spielt es keine Rolle, ob die Geschädigte für den Sex bezahlt wurde oder nicht.

Sexarbeit ist in Deutschland legalisiert. Wenn während der erotischen Begegnung im Puff eine Straftat passiert, hat die Sexarbeiterin jedes Recht, den Täter anzuzeigen. Sie muss sich nicht fürchten, selbst verurteilt zu werden, wie das beim Sexkaufverbot nach nordischem Modell passieren könnte. Prostituierte sind kein „Freiwild“, wie das in grauer Vorzeit der Fall war. 

Es gibt mittlerweile einige Urteile, die sich mit Stealthing beschäftigen. Die Täter wurden unter anderem wegen Vergewaltigung, sexueller Nötigung, (versuchter) Körperverletzung sowie Beleidigung schuldig gesprochen. Ein Mann hat argumentiert, dass es zu keiner Ejakulation kam und demnach auch nichts passiert wäre. Der darauffolgende Freispruch wurde kurze Zeit später ungültig erklärt, mit der Begründung „,dass das heimliche Abstreifen eines Kondoms während des Geschlechtsverkehrs grundsätzlich den Straftatbestand des sexuellen Übergriffs gemäß § 177 Abs. 1 StGB erfüllen kann.“

Deswegen sollte man sich solche Versuche direkt sparen und einfach ein Kondom tragen. Das ist sicherer und angenehmer für alle Beteiligten! 

Beim Sex im Bordell gilt immer: Nur Safer Sex ist guter Sex! Aber das ist für die allermeisten von uns ja überhaupt kein Problem. Wenn Du bisher noch kein gutes Bordell in Deiner Nähe gefunden hast, solltest Du unbedingt einen Blick auf meine Suche im Redlight Guide werfen! Dort findest du die besten Puffs, FFK-Clubs und Escortagenturen in Deiner Umgebung! 

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Über den Autor

Conny Dachs

Moin, ich bin Conny! Wahrscheinlich hast Du schon einige Pornos mit mir geschaut. Also, vermutlich nicht wegen mir, aber das ist ja egal! Aber auch abseits vom Filmset ist Sex meine große Leidenschaft. Als Redlight Guide versorge ich Dich mit allen Informationen und News aus der Rotlichtszene. Tiefe Ausschnitte, sexy Einblicke: Tabus gibt es bei mir keine!